Matratze und Lattenrost

Das Zusammenspiel macht`s: Becken und Schulter sind die schwersten, ausgeprägtesten Partien des Körpers. Sie sollten daher einsinken, während der Rest gestützt wird. Die Wirbelsäule sollte gerade liegen, so dass alle Wirbel während der Nacht durchblutet werden. Die perfekt auf Sie abgestimmte Matratze ist eines. Unter jede Matratze gehört jedoch auch ein Lattenrost, der ihre Funktion sanft federnd unterstützt und nebenbei auch für die ausreichende Belüftung sorgt. Die richtige Matratze finden Sie durch Probeliegen. Ihr Gefühl entscheidet, was gut für Sie ist.

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Matratzen - Ein Blick ins Innenleben

Matratzen können mit vielem gefüllt sein: Rosshaar, Wolle, Baumwolle, Kokos, oder auch Torf, Dinkel o.a. Es gibt Matratzen, die im Querschnitt wie ein üppig belegtes Sandwich aussehen: viele Lagen verschiedener Materialien wechseln sich da ab. Welches Material verwandt wird, hängt im wesentlichen davon ab, was die Matratze „können“ soll: Liegt ein sehr schwerer „Schläfer“ darauf, können Kokos oder Rosshaar stabilisieren. Schurwolle macht Matratzen warm. Torf wird nachgesagt, dass er bei rheumatischen Beschwerden lindernd wirken kann. In den meisten Fällen wird aber nicht auf einen Kern aus Latex verzichtet

Matratzen aus Latex haben hervorragende Liegeeigenschaften und durch den Verzicht auf Metall, d.h. Federkern, kann es auch nicht zu eventuellen Schlafstörungen durch Beeinflussung des natürlichen Erdmagnetfeldes kommen. Viele Hersteller bieten mittlerweile Matratzen aus Naturlatex an, da sie sich mit dem Wort ‚Natur’ einen Verkaufsvorteil versprechen.

Natur ist aber nicht gleich Natur – der Begriff Naturlatex ist nicht geschützt. Häufig finden sich im Handel synthetische Latexprodukte mit einem geringen Anteil an natürlichem Latex, die als „Naturlatex“ Produkte gekennzeichnet sind. Hier hilft nur gezieltes Nachfragen, welcher Anteil an Naturlatex tatsächlich im Produkt enthalten ist. Für Latexmatratzen und –polster, die mit dem ÖkoControl Siegel ausgezeichnet sind, wird Kautschuk aus 100% natürlichem Latex verwendet (das bedeutet: keine Beimischung von synthetischem Latex).

Kleine Ökobilanz Naturlatex – Synthese Latex

Der zur Polsterung verwendete Latex kann natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein, ein Unterschied in den Eigenschaften lässt sich für den Nutzer kaum feststellen. Deswegen sind sie dennoch nicht gleichwertig. Beachtenswert ist nämlich ein Vergleich der ökologischen Bilanzen beider Latexarten.

Der Herstellungsprozess von synthetischem Latex ist aus energetischer Hinsicht deutlich aufwendiger. Die Englische Fachzeitschrift Rubber Developments hat eine Energie-Bilanz der beiden Stoffe veröffentlicht:

Um eine Tonne synthetischen Latex herzustellen, braucht man 130 Gigajoule, umgerechnet gut 10.000 Liter Benzin. Synthetischer Latex wird aus Erdöl gewonnen. Erdöl jedoch ist als nicht- nachwachsender Rohstoff grundsätzlich begrenzt. Nach vorsichtiger Schätzung reichen die weltweit bekannten Erdölvorkommen bei weiterer Nutzung wie bisher noch ca. 50 Jahre – dann ist Schluss!

Naturkautschuk kommt dagegen mit 13 bis 16 Gigajoule aus: fünf für den Dünger der Bäume, drei für die Herstellung des Naturkautschuks und fünf bis acht für den Transport. In beiden Fällen ist der Energieaufwand für das Schäumen nicht berücksichtigt.
Naturlatex hingegen wird aus der Milch des Kautschukbaumes gewonnen, der nur angezapft und nicht abgeholzt wird.

Latexallergien treten in aller Regel bei Menschen auf, die beruflich mit Latexprodukten in Berührung kommen (z.B. Ärzte, die medizinische Handschuhe benutzen). Polster und Matratzen aus Latex sind jedoch stets mit Bezügen versehen, sodass die Haut nicht in direkten Kontakt mit dem allergieauslösendem Latex kommt.

zu harte Unterlage
zu weiche Unterlage
Hüsler Nest Bettsystem,
Leichter bzw. normaler Körperbau: Die Wirbelsäule ist gerade.
Schwerer Köperbau: Das Federelement passt sich an - die Wirbesäule bleibt gerade.