Ulrich Kienzle: Ein Abend für die Schwaben!

Mit seinem amüsanten Vortrag „Die Schwaben – wie sie wurden, was sie sind“ traf Ulrich Kienzle am 05. Juli im Einrichtungshaus Firnhaber bei seinen Landsleuten genau den richtigen Nerv. Und auch die „Neigschmeckten“ unter den rund 160 Gästen hatten ihren Spaß und konnten viel Neues lernen.

Kienzle endet auf „le“. Und „le“ steht für schwäbisch, so wie auch die TV-Legende selbst. Seines Zeichens ein schwäbisches Urgestein nahm er das begeisterte Publikum bei Firnhaber souverän an die Hand und lehrte es, was es bedeutet, ein Schwabe zu sein. Und dies beginnt unter anderem auch bei der Aufarbeitung der Geschichte der Schwaben. Schließlich war der Schwabe nicht immer so, wie er heute ist.

Kienzle erforschte den Weg seiner Landsleute vom Mittelalter bis heute, um herauszufinden, was den Schwaben ausmacht. Er berichtete von rebellischen Schwaben und über die besonderen schwäbischen Talente, wie zum Beispiel das Führen ganzer Konversationen mit nur zwei Buchstaben (A und H) oder das Schreiben schöner Gedichte wie „I han amol oin kennt kett“. Mit zahlreichen solcher Anekdoten schaffte es Kienzle, das Publikum am rechten Fleck zu packen. Er wurde mit begeisterten Szenenapplaus und viel Zustimmung honoriert.

In den Pausen und nach der Veranstaltung war das Schwäbische dann nicht mehr zu überhören. Bei leckerem Wein, Häppchen und Eis schwor so mancher, ab sofort seine „Muttersprache“ wieder mehr zu pflegen. So wurde das Beisammensein mit persönlichen Geschichten abgerundet und entsprechend viel gelacht! Von wegen, die Schwaben sind nicht gesellig …